Avengers vs X-Men

Das Marvel Event 2012 hieß: Avengers versus X-Men. Und der Titel weckte natürlich extrem hohe Erwartungen. Monatelang thematisierten sämtliche X-Men und Avengers Comicserien den Konflikt – bzw. den Krieg – der Superhelden und Mutanten während die Haupthandlung in einer eigenen, zwölfteiligen Miniserie erzählt wurde.

Für mich galt es daher im Voraus zu überlegen, wie und in welcher Reihenfolge ich “AvX” lesen wollte und ich entschied mich für die englische Sammlerausgabe, die alle 12 Teile der Haupthandlung und einige weitere Sonderausgaben enthielt, anstatt die Haupthandlung über die in 6 Ausgaben erscheinenden deutschen Panini Edition zu beziehen. Zudem würde ich durch die monatlich erscheinenden X-Men Comics von Panini, viele der Nebenhandlungen erhalten während ich die Avengers Comics zum Event einfach auslassen würde. (Eine genaue Übersicht wieviele Comics AvX umfasst folgt in Kürze).

Auf stolze 568 Seiten bringt es die mir vorliegende englische Sammlerausgabe und umfasst folgende Comics:

Avengers vs. X-Men 0-12
Anfangs war ich doch recht skeptisch, da die Avengers als Helden dargestellt werden und die Cyclops X-Men als paramilitärische Einheit, denen jedes Mittel (die gefährliche Phönix-Kraft) recht ist, um die Mutanten wieder zu stärken und einen utopischen Weltfrieden durchzusetzen. AvX verfolgt einen recht klassischen Ansatz: Darf man die Macht ergreifen um seine gut gemeinten Absichten durchzusetzen? Wie sehr wird man selbst von der Macht korrumpiert? Wie geht man mit andersdenkende um? Und heiligt der Zweck die Mittel?
Die große Überraschung kam ziemlich zu Beginn. Nicht Hope erhielt die Phönix-Kraft, sondern fünf der X-Men. Unter ihnen Cyclops, der mehr als jeder Andere sich am Ziel seiner Arbeit sieht und endlich die Möglichkeit hat die Welt – nach seinen Wünschen – zu verbessern. Ihm entgegengesetzt stehen die Avengers und unter ihnen Wolverine, die diese Spiel mit dem Feuer nicht gut heißen können und die durch die Taten Cyclops und der anderen Phönix-Mutanten in ihrer Überzeugung bestärkt werden alles zu tun um den Phönix zu besiegen / vertreiben.
Die ganze Handlung ist sehr gut erzählt, wirklich gut gezeichnet und würde sich wunderbar für einen Kinofilm anbieten. Als Mega-Event funktioniert es vor allem durch die Dramatik bekannte Helden auf unterschiedlichen Seiten eines Krieges zu sehen. Und als Leser leidet man regelrecht mit Cyclops Niedergang. Es bleiben viele Fragen bzgl der Zukunft offen und wie für ein solches Event nicht anders erwartet, ist die Marvel-Welt danach nicht mehr wie sie zuvor war. Ähnlich wie bei House of M, verändert sich nun alles. Und letztendlich bildet AvX das Ende der mit House of M begonnen Handlung der “gefährdeten Spezies” und der nur noch wenige, ums nackte überleben kämpfenden Mutanten. Ich freue mich auf jeden Fall darauf zu erfahren wie es weiter geht :)

AVX: VS 1-6
Diese sechsteilige Miniserie dürfte – zumindest unter den Comicshopbesitzern – einiges an Gesprächsstoff liefern. Hier werden einfach Mutanten und Avengers in Duellen in den Kampf geschickt (Kämpfe, die in der Haupthandlung nur im Hintergrund geschehen) um die Frage zu klären wer einen solchen Kampf gewinnen würde. Ein Beispiel gefällig? Magneto gegen Iron Man. Tja, wer würde hier gewinnen? Sieht doch ganz eindeutig nach einem Vorteil für den Herrn des Magnetismus aus, oder? ;) Das ganze ist nach der dramatischen Haupthandlung eher etwas spaßiger gemeint und unterhält einfach nur.

Avengers vs. X-Men: Infinite 1, 6, 10.
In den drei vorhandenen “Infinite” Comics werden eingie Szenen aus der Haupthandlung noch einmal gesonders betrachtet und man erfährt etwas mehr Hintergrundwissen. Ich sehe es als eine art “Deleted Scenes” an.

Fazit: Ein wirklich gutes Event, das mir nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. Die englische Sammelerausgabe sieht in der Sammlung richtig gut aus.

Seelen

Seelen (engl. “the host”) ist ein seltsames Buch. Seltsam im Sinne von: Ich kann mich nicht wirklich entscheiden wie ich das Buch fand! Stephenie Meyer – bekannt durch ihre Twillight Bücher – gelang es mich gleichermaßen zu faszinieren und zu langweilen. Aber der Reihe nach.

Seelen ist eine Mischung aus einer Science Fiction und einer Lovestory. Die SF Umgebung und die Ausgangslage sind ungemein spannend. Aliens haben die Menschheit bereits übernommen. Es gibt keine genretypische Rebellion oder Widerstandskampf oder ähnliches. Alles spielt “nach” der Invasion. Die Aliens haben schon längst die Körper der Menschen übernommen und es ist ihr Planet. Nur vereinzelt verschanzen sich eine handvoll Menschen in entlegene Gebiete. Und eben einer dieser Menschen wird kurz vor Handlungsbeginn übernommen, wobei etwas schief geht. Im Körper befinden sich nun zwei Wesen. Die “Seele” (the host, passt hier besser) die den Körper kontrolliert und Melanie, die noch im Kopf vorhanden und vom eigenen Körper ausgesperrt ist. Das Interessante: Das ganze Buch wird aus Sicht des Aliens (und nicht wie erwartet aus Sicht Melanies) erzählt. Wirklich sehr frisch und interessant gewählt. Allerdings merkt man sofort, dass Stephenie Meyer sich mit SF weniger auskennt als mit Vampiere und Werwölfe ;) Es sind einfach viel zu viele SF Element, die viele Hobby und Fanfiction Autoren sogar besser hinbekommen. Viel zu viele verpasste Gelegenheiten. Die Beschreibung der anderen Welten im All? Blumenplanet, Bärenplanet, Delphinplanet… wirklich sehr fantasielos und enttäschend. Die SF Elemente sind zwar nicht so wichtig, aber man hätte wirklich mehr daraus machen können. Das gleiche gilt für die Alien Technologie und Medizin. Naja. Und die Idee, dass die Aliens die Technologien nicht selbst erfunden haben sondern einfach eine Spezies übernommen hatten, die ihren Planeten besucht hatte, ist so interessant, dass die Autorin beschlossen hat es nur bei diesem Satz zu lassen.

Die Lovestory ist das Zentrale Element von Seelen und wenn ich die Interviews mit der Autorin richtig interpretiere hat sie ursprünglich eine Dreieckbeziehung geplant gehabt, anstatt der tatsächlich vorhandene Viereckbeziehung, die erst während des Schreibens entstand. Was nach Schema-F klingt entpuppt sich als antreibendes Element des Buches: Zwei der Charaktere befinden sich schließlich in einem Körper. Und so kann sich Stephenie Meyer hunderte von Seiten Zeit nehmen um zu erörtern, ob Liebe chemisch oder doch intelektuell, Erinnerungen ausreichen um Gefühle zu wecken, über Persönlichkeiten hinweg übertragbar ist und inwiefern der Körper austauschbar ist. Leider hat das Buch zu Beginn einige Längen bei dem recht gezwungenen Versuch eine nicht vorhandene Chemie zwischen zwei der Charaktere zu erzwingen.

In der Mitte des Buches überrascht die Handlung mit einigen dramatischen Ereignissen und fesselt für fast 150 Seiten, bis dann quasi aus dem Nichts wieder weiter an der gezwungenen Pfeiler der Drei-/Viereckbeziehung die nächsten 100 Seiten verschwendet werden. Naja, ich muss ja zugeben, ich bin ja nicht wirklich jemand aus der Zielgruppe des Buches ;P

Bei so vielen negativen Punkten… kann ich trotzdem nicht sagen, dass es mir nicht gefallen hätte. Grund dafür ist auf jeden Fall der unglaublich symphatische Hauptcharakter(in) und das recht konsequente Ende. Man schließt diesen außerirdischen Parasiten richtig ins Herz. Dafür allein bekommt Stephenie Meyer meinen Respekt zugesprochen :)

Fazit: Lesen, sofern man nichts anderes zur Hand hat :)

X-Men Legacy 3: Geteiltes Volk

Es ist schon bemerkenswert, wie es den Autoren und Zeichnern gelingt, dass jede X-Men Serie sich einfach anders anfühlt und wie sehr sich die kleinen Details unterscheiden. Die X-Men Legacy Serie lebt und faszniert – zumindest für mich – durch den Hauptcharakter: Rogue. Und am interessantesten finde ich ihre immer wieder dezent in Szene gesetzten Selbstzweifel. Ich vermute, dass man als Comic-Autor hier vieles falsch machen könnte. Bei Rogue wurde der schmale Grat gefunden und getroffen. Vielleicht ist sie auch deshalb so interessant, weil hier nicht ihre Fähigkeiten (Absobiert die Kräfte anderer Mutanten und kann diese dann einsetzen) in der Vordergrund gerückt werden können. Sie kann alles aber auch nichts. Sie selbst muss von den Autoren stärker poträtiert werden als bei irgend einem anderen Mutanten.

Kurz zu den verschiedenen Abenteuer der Legacy Ausgabe: In “Schulalltag” versucht Rogue alles um eine Gefahr von den jungen Mutanten fern zu halten, ohne jene mit in den Kampf zu ziehen (was ja Cyclops immer wieder gern macht ;P). Danach folgt der Dreiteiler “Geteiltes Volk” in welcher ein Mächtiges Wesen nichts vom Streit unter den Mutanten hält und Cyclops eliminieren möchte und Rogue sich dazu ringt die zerstrittene Hälfte der Mutanten um Hilfe zu bitten. Und im letzen Abenteuer, dem Zweiteiler “Dieser Mann ist… eine Bombe!”, … gut, der Titel sagts ja schon ;)

X-Men Legacy 260.1: Schulalltag (03/2012)
X-Men Legacy 261: Geteiltes Volk 1 (03/2012)
X-Men Legacy 262: Geteiltes Volk 2 (04/2012)
X-Men Legacy 263: Geteiltes Volk 3 (05/2012)
X-Men Legacy 264: Dieser Mann ist… eine Bombe! 1 (05/2012)
X-Men Legacy 265: Dieser Mann ist… eine Bombe! 2 (06/2012)

Wolverine and the X-Men 4

Band 4 beginnt mit einer recht actionlastige Charakterstudie zu Beast, aber wenn man Beast in den Fokus rückt, dann wird wohl kaum etwas ruhigeres zu erwarten sein vermute ich mal… Und gleich im nächsten Comic bekomme ich als Leser der X-Men Serien den ersten, wenn auch kleinen, Kontakt zur großen Marvel Handlung des Jahres 2012: Avengers vs X-Men.

In der recht verzweigten und sich ständig ändernden Marvel Welt, ist Wolverine meines Wissens in mehreren Heftserien vertreten. Darunter befinden sich auch Avengers Comics. Wenn es nun (in einer separaten Miniserie) zu dem großen Avengers vs. X-Men Konflikt kommt… auf welcher Seite steht Logan alias Wolverine?

Zum Abschluss gibt es dann nochmal die Fortsetzung des Chinatown Solo-Abenteuers. Ich glaube Panini-Comics hat es wirklich nicht leicht gehabt die “Wolverine and the X-Men” Comics in Deutschland auf den Markt zu bringen. Eine Lösung, wie bei der X-Men Legacy Serie, die alle paar Monate erscheint und 7-8 Comics beinhaltet, wäre mir aus Sammlersicht lieber gewesen, allerdings würde die Synchronität mit der zeitgleich erscheinenden Cyclops X-Men Serie verloren gehen.

Wolverine and the X-Men 3

Weiter gehts mit der “etwas anderen” X-Men Serie und der Rückbesinnung zu den alten Tugenden ;) Die Dritte Ausgabe macht weiterhin Spaß und unterhält mit ihrem frischen Ansatz. Die Bedrohungen sind längst nicht so ernst und erwachsen wie in der Cyclops Serie, der Zeichenstil ist ebenfalls weniger dramatisch und daher überladen comichaft, doch beides hat tatsächlich einen gewissen Charme.

Ausgabe 3 beschäftigt sich mit einer X-Men Version des “Reise ins Ich” Films (Miniaturversionen der Helden reisen in den Körper eines Menschen hinein) und mit Wolverines Versuch an finanzielle Mittel zu kommen. Abgerundet wird die Ausgabe mit dem ersten Teil einer “Wolverine” Ausgabe und den doch recht erwachsenen Abenteuer in Chinatown. Eigentlich schade, dass die deutsche Version nur 3 US Hefte beinhaltet statt 4. Aber irgendwie muss Panini ja auch Geld verdienen :)

A Feast for Crows

The Song of Ice and Fire: Book Four! A feast for crows. Ein Fest. Nicht nur für Krähen, sondern für den Leser! Martins viertes Buch kann erwartungsgemäß nicht mit dem extrem spannenden und dicht gepackten dritten Teil mithalten, hat mir aber trotzdem extrem gut gefallen. Ich vermute mal, das meine Meinung und mein Geschmack anders ausfällt als bei den meisten Leser der Buchserie: Ich liebe die politischen Intrigen und Machtspiele. Und Band 4 fokusiert die Ereignisse in Kings Landing und lässt die Fantasylastigeren Handlungen im Norden und auf der anderen Seite des Meeres komplett außen vor. Nur hier und dort werden die Drachen und die Untoten erwähnt. Als Erzählung von Erzählungen und Seemannsgeschichten. ;)

Erneut muss ich allen Fantasyfans diese Buchserie mit Nachdruck empfehlen. Oder um eine andere Wortwahl zu treffen: Lesen, lesen, lesen! Die Buchserie ist unglaublich komplex und dadurch immens interessant. Die TV-Serie ist zum Glück wirklich überragend gut, aber leider nur ein Ausschnitt aus der ganzen Handlung. Daher erneut: Lesen lohnt sich! Und da viele – und insbesondere die TV-Zuschauer unter euch – noch nichteinmal erahnen können, was alles noch passieren wird (und im vierten Buch geschah), werde ich nichteinmal auf die einzelnen Charaktere eingehen. Lasst euch überraschen! Ich selbst freue mich schon sehr auf Buch 5: A Dance with Dragons!!!

Noch ein paar generelle Worte: Das Tempo ist deutlich langsamer als im zweiten und dritten Buch, dafür werden die Charaktere und die gesammte Welt, sehr detalliert wiedergegeben. Ein wenig verhält es sich mit dem fünften Potter Buch, welches aufgrund seiner Länge für viele als schwächstes gilt, und für mich zum Besten gehört: Man kann nicht einfach nur mit hohem Tempo und hoher Dramatik durch die sich überschlagenden Ereignisse eilen, es ist genau so wichtig sich die Zeit zu nehmen anzuhalten, den aktuellen Stand zu reflektieren und danach die Charaktere neu auszurichten bevor es zum nächsten Höhepunkt geht.

Habe ich es schon erwähnt? Lesen! Unbedingt! :P

X-Men 142: Tabula Rasa

Tabula Rasa endet. Und unterhält, auch wenn vieles zu vorhersehbar ist und. Vielleicht bin ich es aus der Science Fiction Ecke zu gewohnt, dass Charaktere es in eine bisher bekannte Region verschlägt, die Aufgrund irgendeines Zeitraffereffektes sich Jahrtausende (oder Jahrmillionen) weiterentwickelt hat. An Faszination hat diese Idee nichts verloren, doch von der X-Men Handlung habe ich einfach neue Impulse erwartet :)

Man merkt zudem, dass hier nur eine der vielen Nebenhandlungen erzählt bekommt und so gibt es kaum nennenswerte Charakterisierungen. Einzig Hope, Magik und Peter (Colossus) erhalten einige private Momente. Positiv zu erwähnen ist auch das Ausbleiben der verletzten Emma Frost, die realistischerweise einiges an Zeit benötigt um wieder einsatzfähig zu werden. Diese Kleinigkeiten tragen viel zur gefühlt durchdachten Kontinuität der X-Men Handlung bei. (Liebe Voyager Autoren: SO wird das gemacht!) ;)

Kurz vor der AvX Handlung wird hier noch mit “Ausbruch” ein neues Abenteuer um geflohene Häftlinge eröffnet, was mir deutlich besser als Tabula Rasa gefallen hat. Einige Dialoge deuten schon das AvX Event an. Captain Americas Vorwurf. Hopes Interesse an Phönix. Und ein klein wenig, wird auch die Dreiecksbeziehung Cyclops / Emma Frost / Namor vorangetrieben ;) Ich denke mal die Autoren möchten hier ein wenig von Stephenie Meyer abkupfern, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass Beziehungsspannungen mehr Leserinnen anlocken könnte.

Enthalten sind:
Uncanny X-Men 6 (04/2012) – Tabula Rasa, Teil 2
Uncanny X-Men 7 (04/2012) – Tabula Rasa, Teil 3
Uncanny X-Men 8 (05/2012) – Tabula Rasa, Teil 4
Uncanny X-Men 9 (04/2012) – Ausbruch, Teil 1
Uncanny X-Men 10 (04/2012) – Ausbruch, Teil 2

X-Men Legacy 2: Getrennte Welten

Paninis zweites Sonderband zur X-Men Legacy Heftserie beinhaltet eine recht kurzweilige, jedoch etwas überladene Science Fiction Handlung. In einem Fünfteiler verschlägt es Rogue, Magneto und einige andere Mutanten in eine weit entfernte Raumstation, in welcher verschollen geglaubte Mutanten und Aliens einen recht kompliziert erzählten Überlebenskampf führen. Mir persönlich hat diese Handlung weniger gefallen, obwohl ich Science Fiction an sich sehr mag. Irgendwie konnte mich die Geschichte weder packen, noch überzeugen. Es gibt nur künstliche Dramatik ohne den für X-Men in letzter Zeit üblichen Realismus und gesellschaftkritischem Überlebenskampf. Natürlich ist die Handlung um einen fiktiven Oststaaten der Sentinels gegen die Mutanten einsetzen will genauso weit hergeholt wie der Konflikt auf der Raumstation, allerdings aber auch deutlich authentischer, durchdachter und spannender. Vielleicht kann ich mich aber auch einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass das Marvel Universum in einem recht hohem Maße mit außerirdischem Leben durchsetzt ist. (Ok, die Eternals finde ich nachwievor genial ;P)

Die Zweite Handlung im Sammelband war dann wiederum deutlich interessanter. Hier wird zwar nur eine kleine Geschichte um eine zwischen den Dimensionen verloren gegangene Mutantin erzählt, dies aber mit vielen Referenzen auf die Regenesis Handlung und mit einigen kleinen privaten Momenten der Hauptprotagonisten, insbesondere Rogue.

Das Sammelband umfasst:

X-Men Legacy 254: Fünf Meilen Südlich des Universums 1 (10/2011)
X-Men Legacy 255: Fünf Meilen Südlich des Universums 2 (11/2011)
X-Men Legacy 256: Fünf Meilen Südlich des Universums 3 (11/2011)
X-Men Legacy 257: Fünf Meilen Südlich des Universums 4 (12/2011)
X-Men Legacy 258: Fünf Meilen Südlich des Universums 5 (01/2012)
X-Men Legacy 259: Halber Schritt 1 (01/2012)
X-Men Legacy 260: Halber Schritt 2 (02/2012)

X-Men: House of M

Das Setting der aktuellen X-Men Comics unterscheiden sich erheblich vom durch die Kinofilme dargestellten X-Men Universum. Anstatt der Millionen Mutanten die um Anerkennung und Respekt kämpfen (Bürgerbewegung der schwarzen Amerikanern in den 60er) geht es aktuell um das Überleben an sich der letzten verbliebenen knapp 300 Mutanten auf der Erde. Und das Ereigniss, das zu dieser Wendung führte und auch Magneto zu den X-Men wechseln ließ, begann hier, mit der alternativen Realität in House of M!

Wie in jeder Handlung, die in einer alternativen Realität spielt, wird der Leser ohne jegliche Erklärung in diese hineingeworfen und erlebt die bekannten Charaktere in ihrem uncharakteristischen Leben. Bei House of M erleben wir die Mutanten als dominante Spezies auf der Erde. Ich will jetzt auch gar nicht auf die Handlung eingehen, da sollte sich jeder Leser überraschen lassen.

House of M gehört auf jeden Fall in jede X-Men Sammlung. Selbst wenn die Handlung selbst nicht zu den Top 10 gehört, sind die Konsequenzen der hier stattfindenden Ereignissen viel zu wichtig und viel zu einschneidend für das gesamte X-Men Universum, so dass man sie unbedingt selbst gelesen haben muss! Viel Spaß damit und denkt daran… “No more …”

X-Men Second Coming

Hope is back! Die Fortsetzung der Messiah Complex / Messiah War Handlung fesselt auf 392 actionreiche Seiten. In Erinnerung wird vor allem die Dialoglose Passage in der Mitte des Comics bleiben, in welchen auf mehrere Seiten die Kämpfe auf der Golden Gate Brücke toben und dramatische Ereignisse geschehen. Irgendwie faszinierend, wie beim “Lesen” ausgerechnet die Stellen ohne Dialoge fesseln können. Hier zeigt der Comic seine Stärke (wobei ich X-Men Romane sehr verlockend finden würde ;) )

Demnächst werde ich einige X-Men Comics aus den 80ern lesen um vor allem eine Epoche zu erleben, in welcher die X-Men lediglich den “Monster-der-Woche” besiegen mussten. In den letzten Jahren hingegen, steuern die X-Men spiralenförmig auf die Auslöschung ihrer eigenen Rasse zu. Seit “House of M” (lese ich demnächst auch) gibt es nur noch wenige hundert Mutanten und mit jedem großen Handlungsbogen werden es weniger. Auch in “Second Coming” wird gestorben und auch hier stirbt einer der bekannteren Charaktere. Und eben diese konsequente Erzählweise und die stets aufeinander aufbauenden Entwicklungen, haben mich zu einem regulären X-Men Leser gemacht ;)

Das Event selbst ist wieder sehr gut gezeichnet und temporeich erzählt. Hope ist aus der Zukunft als Teenager zurückgekehrt und Gott sei Dank gelang es den Autoren sie sowohl sympathisch, als auch geheimnisvoll und interessant wirken zu lassen. Allerdings hat mich persönlich die “als Baby in die Zukunft entführt und als Teenager zurück” -Wendung nicht wirklich vom Hocker gerissen, da ich genau den gleichen Kniff bereits in Joss Wheadons “Angel” Fernsehserie gesehen hatte. :)

Das von mir gelesene Second Coming Sammelband umfasst folgende X-Men Comics:

- Second Coming: Prepare
- X-Men: Second Coming 1
- X-Men: Second Coming 2
- Uncanny X-Men 523
- Uncanny X-Men 524
- Uncanny X-Men 525
- New Mutants 12
- New Mutants 13
- New Mutants 14
- X-Men: Legacy 235
- X-Men: Legacy 236
- X-Men: Legacy 237
- X-Force 26
- X-Force 27
- X-Force 28